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Die Eingewöhnung – ein guter Start für Ihr Kind

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Der erste Tag in der Kindertagespflege ist für viele Eltern ein großer emotionaler Moment – und für Ihr Kind ein riesiger Schritt. Neue Menschen, neue Umgebung, plötzlich ohne Mama oder Papa. Das klingt aufregend und gleichzeitig etwas beunruhigend.

Damit dieser Übergang so sanft wie möglich gelingt, arbeite ich mit dem Berliner Eingewöhnungsmodell – einem wissenschaftlich fundierten Konzept, das Ihr Kind nicht allein lässt, sondern gemeinsam mit Ihnen behutsam ankommen lässt.

Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen, warum eine gute Eingewöhnung so wichtig ist, wie die einzelnen Phasen aussehen – und was das für Sie als Elternteil bedeutet.

Jedes Kind ist einzigartig. Das Berliner Modell ist eine bewährte Orientierung – kein starrer Fahrplan. Manche Kinder sind nach zwei Wochen vollständig angekommen, andere brauchen sechs. Ich passe das Tempo immer an Ihr Kind an, nicht umgekehrt. Gemeinsam beobachten wir, was Ihrem Kind guttut, und entscheiden Schritt für Schritt.

Direkt zu den vier Phasen ↓

Warum ist eine Eingewöhnung so wichtig?

Kleinkinder erleben die Welt durch Bindungen. Ihre engste Bezugsperson – meistens Mama oder Papa – ist ihr sicherer Hafen. Wenn dieses Kind plötzlich in eine fremde Umgebung kommt und gleichzeitig die Bezugsperson fehlt, kann das für das Kind überwältigend sein.

Eine strukturierte Eingewöhnung gibt Ihrem Kind die Zeit und den Raum, eine neue Bindung aufzubauen – zu mir als Tagesmutter – ohne dabei das Vertrauen in Sie als Elternteil zu verlieren. Das Kind lernt: „Mama/Papa gehen, aber sie kommen wieder. Und Alexandra ist auch da und passt auf mich auf."

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Wissenschaftlich fundiert

Basiert auf der Bindungstheorie und wurde vom Berliner Institut INFANS entwickelt und erprobt.

🛡️
Sicheres Ankommen

Kein Stress durch abrupte Trennungen – Ihr Kind baut echtes Vertrauen in kleinen Schritten auf.

❤️
Gut für alle

Eltern sehen, wie ihr Kind ankommt. Das gibt Ihnen Sicherheit und macht den Abschied leichter.

Das Berliner Modell wurde in den 1990er Jahren vom Institut für angewandte Sozialisationsforschung (INFANS) in Berlin entwickelt. Es ist heute der Standard in deutschen Kitas und Tagespflegestellen und basiert auf der Bindungsforschung von John Bowlby und Mary Ainsworth.

Die vier Phasen des Berliner Modells

Das Berliner Modell teilt die Eingewöhnung in vier aufeinander aufbauende Phasen auf. Jedes Kind ist anders – manche brauchen 2 Wochen, andere 4 bis 6. Das Tempo bestimmt immer Ihr Kind, nicht der Kalender.

2–6
Wochen
durchschnittliche Dauer
4
Phasen
klar strukturiert
1:1
Begleitung
ganz individuell
🏡 Phase 1

Ankommen – gemeinsam entdecken

Tage 1–3 · ca. 1 Stunde täglich

In den ersten drei Tagen kommen Sie und Ihr Kind gemeinsam zu mir – Sie bleiben die ganze Zeit dabei. Kein Abschied, keine Trennung. Ihr Kind kann die neue Umgebung in aller Ruhe erkunden: die Spielsachen, die Räume, die anderen Kinder – und mich als neue Person.

Ich halte in dieser Phase bewusst Abstand und nehme keinen direkten Kontakt auf, bevor Ihr Kind das signalisiert. Ich lasse das Kind zu mir kommen – in seinem eigenen Tempo.

Für Sie als Elternteil: Setzen Sie sich entspannt auf den Boden oder auf die Couch – spielen Sie mit, wenn Ihr Kind Sie einlädt, oder schauen Sie einfach zu. Ihre ruhige Anwesenheit gibt Ihrem Kind Sicherheit.
👋 Phase 2

Der erste kurze Abschied

Ab Tag 4 · maximal 30 Minuten

Am vierten Tag verabschieden Sie sich kurz – klar, herzlich und verlässlich – und gehen für maximal 30 Minuten. Sie bleiben in der Nähe, zum Beispiel in der Straße oder einem nahe gelegenen Café.

Wie Ihr Kind auf diese erste kurze Trennung reagiert, entscheidet über den weiteren Verlauf: Lässt es sich schnell von mir trösten und beruhigen, geht es in eine kurze Eingewöhnung über (ca. 2 Wochen gesamt). Ist die Trennung schwerer, nehmen wir uns mehr Zeit – das ist keine Schwäche, sondern ganz normal.

Wichtig: Schleichen Sie sich bitte nicht heimlich davon – das kann das Vertrauen Ihres Kindes erschüttern. Ein klarer, kurzer Abschied ist ehrlicher und hilfreicher als ein plötzliches Verschwinden.
🌱 Phase 3

Stabilisierung – die Verbindung wächst

Variabel · schrittweise Erweiterung

In dieser Phase übernehme ich schrittweise die Hauptrolle: Ich wickle, füttere und tröste Ihr Kind – während Sie noch anwesend oder in unmittelbarer Nähe sind. Die Abwesenheitszeiten werden langsam verlängert.

Das Schlüsselzeichen, dass diese Phase erfolgreich war: Ihr Kind lässt sich von mir trösten, wenn es traurig oder aufgewühlt ist. Das ist der Moment, an dem zwischen uns eine echte Bindung entsteht.

Für Sie: Bleiben Sie weiterhin erreichbar – per Telefon oder in der Nähe. Ich melde mich, wenn alles gut läuft oder wenn ich Rückhalt brauche. Offene Kommunikation ist mir in dieser Phase besonders wichtig.
🎉 Phase 4

Geschafft – Ihr Kind ist angekommen

Ab ca. Woche 2–6 · Eingewöhnung abgeschlossen

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn Ihr Kind sich bei mir sicher und wohl fühlt – wenn es spielt, lacht, isst und schläft, auch ohne Sie dabei zu haben. Sie können nun in Ihren Alltag zurückkehren, mit dem guten Gefühl: Mein Kind ist gut aufgehoben.

Natürlich können an manchen Tagen noch Abschiedstränen fließen – das ist völlig normal und kein Rückschritt. Kinder, die sich sicher gebunden fühlen, erholen sich schnell. Meistens sind sie schon fröhlich, bevor Sie ums Eck gebogen sind.

Kleine Rituale helfen: Ein festes Abschiedsritual – zum Beispiel ein bestimmtes Winken oder ein Kusshändchen – gibt Ihrem Kind Orientierung und macht den Abschied leichter. Ich freue mich, wenn wir das gemeinsam entwickeln.

Was bedeutet das für Sie konkret?

Damit die Eingewöhnung gelingt, bitte ich alle Eltern um folgende Dinge – nicht als Pflicht, sondern als gemeinsames Fundament für einen guten Start:

  • Planen Sie Zeit ein: Rechnen Sie für die Eingewöhnung mindestens 2–3 Wochen ein, in denen Sie flexibel verfügbar sind. Das gelingt am besten, wenn wir vor Ihrem Wiedereinstieg in den Beruf starten.
  • Eine Bezugsperson pro Phase: Idealerweise begleitet immer dieselbe Person Ihr Kind in den ersten Tagen – das gibt Konstanz und Verlässlichkeit.
  • Klare Abschiede: Verabschieden Sie sich immer bewusst, herzlich und mit einem festen Versprechen: „Ich komme um 15 Uhr wieder." Dann wirklich kommen.
  • Vertrauen in den Prozess: Tränen sind keine Katastrophe – sie zeigen, dass Ihr Kind eine echte Bindung zu Ihnen hat. Das ist gut. Ich begleite Ihr Kind durch diese Momente.
  • Offene Kommunikation: Erzählen Sie mir, was Ihr Kind mag, was es beruhigt, wie es schläft. Jedes Kind ist einzigartig – je mehr ich weiß, desto besser kann ich es begleiten.
  • Selbstfürsorge: Der erste Abschied ist auch für Eltern schwer. Es ist in Ordnung, Tränen zu haben. Aber zeigen Sie diese am besten erst, wenn Sie außer Sichtweite sind – Ihr Kind spürt Ihre Anspannung und orientiert sich daran.

Meine Zusicherung an Sie: Ich informiere Sie stets zeitnah, wenn Ihr Kind weint oder sich unwohl fühlt – und ich melde mich, sobald es sich beruhigt hat. Sie sollen immer wissen, wie es Ihrem Kind geht. Kein Elternteil soll in dieser Zeit allein mit Sorgen dasitzen.

Häufige Fragen zur Eingewöhnung

Was, wenn mein Kind gar nicht aufhört zu weinen? +

Das ist die häufigste Sorge von Eltern – und sie ist völlig verständlich. Weinen ist die einzige Sprache, die kleine Kinder haben, um Unwohlsein auszudrücken. Es bedeutet nicht, dass das Kind dauerhaft leidet oder dass die Eingewöhnung scheitert.

Wenn ein Kind sich nach kurzer Zeit nicht beruhigen lässt, ist das ein klares Signal: Wir nehmen uns mehr Zeit. Sie kommen zurück, wir kehren in die vorherige Phase zurück und versuchen es am nächsten Tag erneut. Es gibt keine Niederlage – nur ein anderes Tempo.

Muss ich wirklich so viel Zeit einplanen? +

Die Eingewöhnung ist eine Investition, die sich auszahlt. Kinder, die sorgfältig eingewöhnt wurden, sind deutlich entspannter, entwickeln schneller soziale Bindungen und kommen morgens in der Regel lieber – weil sie die Tagespflege als sicheren, vertrauten Ort erlebt haben.

Wenn Ihre persönliche Situation (z. B. Berufsrückkehr, wenig Urlaub) wenig Spielraum lässt, sprechen Sie mich bitte frühzeitig an. Gemeinsam finden wir einen realistischen Rahmen, der zu Ihrer Familie passt.

Kann mein Kind auch von Papa oder Oma begleitet werden? +

Ja – wichtig ist, dass die Eingewöhnungsperson selbst eine sichere Bindungsperson für Ihr Kind ist. Papa, Oma, Opa oder ein anderer naher Verwandter können diese Rolle übernehmen, wenn das Kind auch zu ihnen eine vertrauensvolle Beziehung hat.

Idealerweise bleibt es bei einer einzigen Begleitperson über die gesamte Eingewöhnungszeit – Konstanz gibt Ihrem Kind Sicherheit.

Was, wenn wir nach einem Urlaub oder einer langen Pause neu starten müssen? +

Nach längeren Pausen – zum Beispiel nach Urlaub, Krankheit oder einem Umzug – kann es sein, dass Ihr Kind wieder etwas mehr Anlaufzeit braucht. Das ist völlig normal und bedeutet nicht, dass die Eingewöhnung von vorne beginnen muss.

In der Regel reichen ein bis zwei gemeinsame Tage aus, damit Ihr Kind wieder in seinen Rhythmus findet. Ich begleite diesen Übergang gern – sprechen Sie mich einfach an, wenn Sie Urlaub oder eine Pause planen.

Woran erkenne ich, dass die Eingewöhnung abgeschlossen ist? +

Das wichtigste Zeichen ist: Ihr Kind lässt sich von mir trösten, wenn es traurig ist – auch ohne Sie im Raum. Es spielt, isst und schläft bei mir, als wäre es ganz selbstverständlich. Und es kommt morgens – vielleicht mit einem kleinen Abschiedsseufzer, aber ohne große Verzweiflung.

Ich kommuniziere diesen Schritt aktiv mit Ihnen. Wir entscheiden gemeinsam, wann wir den Übergang vollziehen – nie ohne Ihr Einverständnis.

Kommen Sie auf einen Kaffee vorbei

Die Eingewöhnung beginnt lange vor dem ersten offiziellen Tag – nämlich beim Kennenlernen. Ich freue mich darauf, Ihnen alles persönlich zu erklären, Ihre Fragen zu beantworten und gemeinsam zu schauen, ob wir gut zusammenpassen.

Kennenlernen anfragen Mein pädagogisches Konzept
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